Die Pyramiden von Gizeh stehen in Ägypten, am Westrand des Großraums Kairo, auf einem Kalksteinplateau am Rand der Wüste.
Das ist die kurze Antwort. Sie enthält bereits das, was die meisten Menschen überrascht: Diese Bauwerke liegen nicht abgelegen. Sie liegen an einer Stadt.
Auf fast allen Fotos sieht man Sand, Himmel und sonst nichts. Das ist keine Fälschung, sondern eine Frage der Blickrichtung. Wer nach Westen und Südwesten fotografiert, hat tatsächlich offene Wüste hinter den Bauwerken. Wer sich umdreht und nach Osten schaut, sieht Wohnblocks, Verkehr, Antennen und den Dunst über einer Metropole mit über zwanzig Millionen Menschen.
Beides ist wahr, und die Kombination ist der eigentliche Charakter des Ortes. Das Plateau ist eine Kante. Auf der einen Seite endet die Stadt, auf der anderen beginnt die Sahara, und die Grenze verläuft ziemlich genau dort, wo die Bauwerke stehen.
Das war schon in der Antike so gedacht. Die Ägypter siedelten im Fruchtland am Fluss und bestatteten ihre Toten in der Wüste dahinter, dort, wo nichts wächst und nichts überschwemmt wird. Eine Nekropole gehörte an den Rand, nicht in die Ferne.
Was sich geändert hat, ist die Größe der Stadt. Wo früher Felder bis an den Fuß des Hangs reichten, stehen heute Häuser.
Die Lage im Überblick
- Gizeh-PlateauDie drei Pyramiden und der Sphinx, am Westrand der Bebauung
- HaupteingangNeues Besucherzentrum im Südwesten, an der Wüstenstraße nach Fayyum
- Sphinx-TorÖstlicher Zugang, direkt an der Stadt, ohne Ticketschalter
- Großes Ägyptisches MuseumWenige Autominuten nordöstlich des Plateaus
- Zentrum von KairoAuf der anderen Nilseite, rund 15 bis 20 Kilometer entfernt
- NilDie Trennlinie zwischen Kairo im Osten und Gizeh im Westen
Von Ägypten bis zum Westufer
Der Reihe nach, von groß nach klein.
Das Land ist Ägypten, im Nordosten Afrikas. Der Kontinent ist Afrika, auch wenn ein Teil Ägyptens, die Sinai-Halbinsel, geografisch bereits zu Asien gehört. Gizeh liegt weit westlich davon, also eindeutig auf afrikanischem Boden.
Innerhalb Ägyptens geht es um den Norden, um das Nildelta und den Punkt, an dem der Fluss sich aufzufächern beginnt. Genau dort liegt Kairo, und genau dort liegt gegenüber Gizeh.
Um die Lage genauer einzuordnen, hilft ein Blick auf die Grundstruktur des Landes. Ägypten besteht praktisch vollständig aus zwei Elementen: einem schmalen grünen Band entlang des Nils, das an keiner Stelle mehr als wenige Kilometer breit ist, und Wüste zu beiden Seiten davon. Neunzig Prozent der Bevölkerung leben auf wenigen Prozent der Fläche, weil außerhalb des Flusstals kein Ackerbau möglich ist. Wo der Nil sich nördlich von Kairo in das Delta auffächert, treffen Oberägypten und Unterägypten aufeinander, und dieser Punkt war seit der Reichseinigung der strategisch wichtigste des Landes. Die alte Hauptstadt Memphis lag genau dort, wenige Kilometer südlich des heutigen Gizeh, und die Nekropolen der Könige entstanden auf der Wüstenkante daneben.
Entscheidend ist die Flussseite. Der Nil fließt von Süden nach Norden, und Kairos historisches Zentrum liegt an seinem Ostufer. Die Pyramiden stehen am Westufer. Wer vom Zentrum kommt, überquert also immer den Fluss.
Diese Westlage ist kein Zufall, sondern religiöse Logik. Die Sonne geht im Westen unter, und der Westen war für die alten Ägypter der Bereich der Toten. Sämtliche großen Nekropolen des Alten Reiches liegen deshalb auf der Westseite, von Abu Roasch im Norden über Gizeh und Sakkara bis Dahschur im Süden.
Die gesamte Kette dieser Pyramidenfelder steht seit 1979 gemeinsam auf der Welterbeliste der UNESCO, unter dem Titel „Memphis und seine Nekropole“. Gizeh ist darin der bekannteste, aber nicht der einzige Abschnitt.
Entfernungen und realistische Fahrzeiten
Die Kilometerangaben sind stabil, die Zeiten nicht. In Kairo entscheidet der Verkehr.
| Von | Entfernung | Ohne Stau | Zu Stoßzeiten |
|---|---|---|---|
| Zentrum von Kairo, Bereich Tahrir | rund 15 bis 20 km | 30 bis 45 Minuten | eine Stunde und mehr |
| Flughafen Kairo International | rund 45 km | 60 bis 90 Minuten | bis zu zwei Stunden |
| Großes Ägyptisches Museum | wenige Kilometer | unter 15 Minuten | 20 bis 30 Minuten |
| Sakkara | rund 20 km nach Süden | 40 bis 60 Minuten | deutlich mehr |
| Hotels direkt am Plateau | Gehweite bis wenige Minuten | zu Fuß möglich | unverändert |
- Entfernung
- rund 15 bis 20 km
- Ohne Stau
- 30 bis 45 Minuten
- Zu Stoßzeiten
- eine Stunde und mehr
- Entfernung
- rund 45 km
- Ohne Stau
- 60 bis 90 Minuten
- Zu Stoßzeiten
- bis zu zwei Stunden
- Entfernung
- wenige Kilometer
- Ohne Stau
- unter 15 Minuten
- Zu Stoßzeiten
- 20 bis 30 Minuten
- Entfernung
- rund 20 km nach Süden
- Ohne Stau
- 40 bis 60 Minuten
- Zu Stoßzeiten
- deutlich mehr
- Entfernung
- Gehweite bis wenige Minuten
- Ohne Stau
- zu Fuß möglich
- Zu Stoßzeiten
- unverändert
Stoßzeiten in Kairo liegen grob zwischen acht und zehn Uhr sowie zwischen siebzehn und zwanzig Uhr. Wer einen Flug erreichen muss, plant großzügig.
Eigene Stadt, eigenes Gouvernement, ein Ballungsraum
Bleibt die Frage, wo liegt Gizeh in Ägypten eigentlich als Ort, und ist das nun Kairo oder nicht.
Verwaltungstechnisch ist es nicht Kairo. Gizeh ist eine eigene Stadt und zugleich Hauptstadt eines eigenen Gouvernements gleichen Namens. Die Stadt zählt mehrere Millionen Einwohner, das Gouvernement noch einmal deutlich mehr.
Die Zahlen dazu sind größer, als die meisten erwarten. Die Stadt Gizeh allein hat mehrere Millionen Einwohner und wäre in Europa eine der größten Städte überhaupt. Das gleichnamige Gouvernement, das weit nach Süden und Westen reicht, kommt auf ein Vielfaches davon. Wer von Gizeh spricht, meint also je nach Zusammenhang einen Stadtteil am Fuß des Plateaus, eine Millionenstadt oder eine Verwaltungseinheit von der Größe eines kleinen Bundeslandes.
Praktisch merkt man davon nichts. Kairo und Gizeh sind baulich zusammengewachsen, getrennt nur durch den Fluss, und mehrere Brücken verbinden beide Seiten. Für Besucher verhält sich das Ganze wie eine einzige Stadt, ähnlich wie bei Budapest oder bei den Zwillingsstädten am Rhein.
Der gesamte Ballungsraum wird als Groß-Kairo bezeichnet und gehört zu den größten der Welt. In dieser Zahl stecken Kairo, Gizeh und weitere Vorstädte auf beiden Ufern.
Für die Unterkunftssuche lohnt es sich, drei Bereiche zu unterscheiden. Erstens die unmittelbare Nachbarschaft des Plateaus, wo kleine Hotels und Pensionen mit Blick auf die Bauwerke werben und man morgens zu Fuß am Tor stehen kann. Zweitens das weitere Gizeh entlang der Hauptachsen, gut angebunden, aber ohne Blick und mit spürbarer Fahrzeit. Drittens das Zentrum Kairos am Ostufer, das für Museen, Basar und Altstadt ideal liegt und für das Plateau jeden Tag eine längere Fahrt bedeutet. Keine dieser Optionen ist falsch, sie kosten nur unterschiedlich viel Zeit.
Für die Orientierung heißt das: Wenn ein Hotel mit „Kairo“ wirbt, kann es zwanzig Kilometer vom Plateau entfernt liegen. Wirbt es mit „Gizeh“, ist es meist deutlich näher, aber Gizeh ist eine Millionenstadt und reicht weit nach Süden. Die brauchbare Angabe ist nicht der Stadtname, sondern die Entfernung zum Plateau.
Und noch ein Detail, das im Alltag zählt: Beide liegen in derselben Zeitzone und teilen sich denselben Verkehr. Eine Fahrt von Gizeh nach Gizeh kann länger dauern als eine Fahrt vom Zentrum Kairos, wenn sie quer durch die Stadt führt.

Privater Flughafentransfer vom Flughafen Kairo zu einem beliebigen Ort in Gizeh
- Fährt bis an eine Adresse in Gizeh, nicht nur bis zum Stadtrand von Kairo, was der Unterschied zwischen zwanzig Minuten und anderthalb Stunden sein kann
- Privatfahrzeug, kein Sammeltransport, und der Preis steht bei der Buchung fest
- Kostenfreie Stornierung, Buchung und Bestätigung sofort
- Produktseite und Buchung auf Deutsch; über die Sprache des Fahrers sagt der Anbieter nichts zu

Das Plateau ist eine Felsstufe, kein Hügel
Das Plateau selbst ist eine geologische Formation und kein künstlicher Hügel.
Es handelt sich um eine Kalksteinstufe, die aus der Ebene aufsteigt und nach Westen in die Wüste übergeht. Die Bauwerke stehen auf ihrer Oberkante, rund sechzig Meter über dem Niveau des Flusstals. Diese Höhe ist der Grund, warum die Pyramiden aus großen Teilen der Stadt sichtbar sind.
Die Fläche fällt dabei nicht gleichmäßig ab. Der nordöstliche Rand liegt tiefer, und genau dort, in einer ausgehauenen Senke, liegt der Sphinx. Wer vom Sphinx zu den Pyramiden will, geht bergauf, und im Sommer merkt man das.
Geologisch besteht diese Stufe aus Kalkstein, der vor rund fünfzig Millionen Jahren als Meeresablagerung entstand. Man sieht das an den Blöcken selbst: In den Schnittflächen stecken massenhaft fossile Schalen und Reste kleiner Meeresorganismen, teilweise mit bloßem Auge erkennbar. Die Lagen sind unterschiedlich hart, und diese Schichtung entscheidet bis heute darüber, welche Bauteile gut erhalten sind und welche verwittern. Der Kopf des Sphinx sitzt in einer festeren Lage als sein Rumpf, und genau deshalb ist das Gesicht besser erhalten als der Körper.
Der Fels war zugleich Baugrund und Baustoff. Die Kernblöcke der Pyramiden stammen aus Brüchen wenige hundert Meter südlich der Cheops-Pyramide, und die Abbaukanten sind bis heute sichtbar. Ein Ort, an dem Fundament und Material zusammenfallen, spart enorme Transportwege.
Diese Höhenlage hat einen praktischen Nebeneffekt, den viele unterschätzen: Wind. Auf der Kante weht fast immer etwas, und das ist im Sommer eine echte Erleichterung gegenüber der Stadt darunter, wo sich die Hitze zwischen den Häusern staut. Es bedeutet aber auch Sand in der Luft, in der Kamera und in den Augen. Wer empfindliche Objektive dabei hat, wechselt sie besser nicht oben auf dem Plateau.
Nach Westen schließt sich offene Wüste an, ohne Bebauung, bis weit über den Horizont. Das ist der Grund, warum Sonnenuntergangsfotos vom Plateau aus so gut funktionieren und warum Quadtouren dorthin führen.
Nach Osten dagegen endet das Schutzgebiet an einer Mauer, und dahinter beginnt sofort bewohntes Gebiet. Wie stark sich dieses Verhältnis über die Jahrzehnte verschoben hat, lässt sich anhand von Satellitenaufnahmen dokumentieren.
Warum ausgerechnet hier gebaut wurde
Bleibt die Frage, warum ausgerechnet hier. Dass eine Nekropole auf der Westseite liegen musste, erklärt nur die Himmelsrichtung, nicht den Ort.
Das Plateau bot drei Dinge auf einmal, und diese Kombination ist selten. Erstens tragfähigen Fels als Fundament, was bei einem Bauwerk von mehreren Millionen Tonnen keine Nebensache ist. Ein Untergrund aus Schwemmland hätte die Last nicht ohne Setzungen aufgenommen, und Setzungen wären bei dieser Geometrie fatal gewesen.
Zweitens lag der Baustoff direkt darunter. Die Kernblöcke, also rund neunzig Prozent der verbauten Masse, stammen aus Brüchen auf dem Plateau selbst. Nur die feine Außenverkleidung kam aus Tura auf der anderen Nilseite und der Granit aus Assuan. Ein Bauplatz, der seinen eigenen Steinbruch mitbringt, spart den größten Einzelposten jeder antiken Großbaustelle.
Drittens war Wasser in Reichweite. Und hier hat sich das Bild in den letzten Jahren verschoben. 2024 wurde mit Radarsatellitendaten und Bohrkernen ein verschütteter Nilarm nachgewiesen, der einst am gesamten Pyramidengürtel entlanglief. Entscheidend ist ein Detail: Die Aufwege der Pyramiden, jene gedeckten Rampen zwischen Taltempel und Bauwerk, laufen quer zu seinem Verlauf und enden genau an seinem früheren Ufer. Der in Communications Earth and Environment veröffentlichte Nachweis erklärt damit nicht nur den Transport schwerer Lasten, sondern auch die Standortwahl selbst.
Der Fluss ist später nach Osten gewandert und versandet, unter anderem infolge einer langen Trockenphase. Was heute wie eine Wüstenlage aussieht, war zur Bauzeit eine Uferlage. Die Pyramiden standen nicht am Rand der bewohnten Welt, sondern an einer Wasserstraße, und ihre Taltempel waren Hafenbauten.
Damit ergibt die Geografie plötzlich Sinn. Fester Fels, Steinbruch vor Ort, Wasseranschluss für alles, was von weiter herkam, und eine Hauptstadt in Sichtweite. Man hätte den Platz kaum besser wählen können.
Wo Sie seit 2025 tatsächlich ankommen
Wo genau Sie ankommen, hat sich 2025 geändert, und das ist die wichtigste praktische Information auf dieser Seite.
Der Haupteingang liegt nicht mehr am alten Tor beim Mena House im Nordosten. Er liegt jetzt an einem neuen Besucherzentrum im Südwesten, an der Wüstenstraße nach Fayyum. Dort gibt es Schalter, Automaten, Parkplätze für Busse und den Startpunkt der Shuttlebusse.
Das östliche Sphinx-Tor ist weiterhin offen. Es liegt unmittelbar an der Stadt und ist für Fußgänger aus der Nachbarschaft der nächstgelegene Zugang. Es hat allerdings keinen Ticketschalter. Wer dort ohne gekauftes Ticket ankommt, kommt nicht hinein.
Warum der Eingang überhaupt verlegt wurde, erschließt sich, wenn man sich die alte Situation vorstellt. Das frühere Haupttor lag mitten in der Bebauung, an einer engen Straße, an der sich Reisebusse, Taxis, Kutschen, Kamelführer und Anwohnerverkehr gegenseitig blockierten. Ein Besucherzentrum an der Wüstenstraße im Südwesten hat den Vorteil, dass es außerhalb dieses Nadelöhrs liegt und Platz für Parkflächen und Abfertigung bietet. Für Anwohner hat sich damit ebenfalls einiges geändert, weil ein erheblicher Teil des Reiseverkehrs jetzt außen herum geführt wird.
Für die Anfahrt bedeutet das zweierlei. Erstens: Nennen Sie Ihrem Fahrer das Tor, nicht nur das Ziel. „Zu den Pyramiden“ ist keine ausreichende Angabe mehr. Zweitens: Kaufen Sie vorher, wenn Sie das östliche Tor benutzen wollen, etwa über das offizielle Portal des Antikenministeriums.
Dazu kommt, dass private Fahrzeuge nicht mehr auf das Plateau dürfen. Ihr Fahrer setzt Sie am Tor ab und wartet außerhalb. Oben bewegen Sie sich zu Fuß oder mit dem elektrischen Shuttle, dessen Nutzung im Eintritt enthalten ist.
Wer diese drei Punkte kennt, hat den größten Teil der Anreiseprobleme bereits vermieden, an denen sich ältere Reiseführer noch abarbeiten.


Plateau-Eintritt als QR-Code auf dem Handy
Vor allem für das östliche Tor gedacht, das keinen Schalter hat: Ticket vorher kaufen, Code vorzeigen, hineingehen.
Ein Teil der Anlage liegt unter der Stadt
Ein Detail über die Lage sagt mehr über diesen Ort aus als jede Entfernungsangabe: Ein Teil der antiken Anlage liegt unter der modernen Stadt.
Zu jeder großen Pyramide gehörte ein Taltempel unten am ehemaligen Flussufer, verbunden durch einen gedeckten Aufweg. Beim Chafre steht dieser Taltempel noch, direkt neben dem Sphinx, und ist zu besichtigen.
Beim Chufu ist er nicht verschwunden. Er liegt begraben unter den Häusern des Ortsteils, der sich östlich an das Plateau anschließt. Teile davon wurden bei Bauarbeiten angeschnitten und dokumentiert, ausgraben lässt sich das Bauwerk aber nicht, weil darüber Menschen wohnen.
Das ist die Lage von Gizeh in einem Satz: Die Grenze zwischen Denkmal und Stadt verläuft nicht am Zaun, sondern quer durch den Boden.
Entsprechend schwierig ist der Umgang damit. Seit den achtziger Jahren gibt es Bauverbotszonen rings um das Schutzgebiet, durchgesetzt wurden sie nur teilweise, und Gerichtsentscheidungen haben bestehende Häuser bestätigt. Das ist kein Versagen einer Behörde, sondern ein echter Zielkonflikt zwischen Denkmalschutz und dem Wohnraum gewachsener Nachbarschaften.
Ähnliches gilt für den Aufweg des Chufu. Er verband Taltempel und Pyramide über mehrere hundert Meter und war ein gedeckter Gang mit dekorierten Wänden. Erhalten ist davon oben ein kurzer Abschnitt, der Rest liegt unter derselben Bebauung. Arabische Reisende des Mittelalters beschrieben diesen Aufweg noch als eines der beeindruckendsten Bauwerke der Anlage, lange bevor jemand ihn systematisch untersuchen konnte.
Für Besucher ist der praktische Effekt harmlos, aber sichtbar. Von manchen Standpunkten stehen Wohnhäuser im Bild, und das lässt sich nicht wegdiskutieren. Wer das saubere Wüstenmotiv will, geht nach Westen.
Welche Tourlänge sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie weit Ihre Unterkunft entfernt liegt. Wer vom Zentrum kommt, verbringt einen erheblichen Teil des Tages im Auto.
Start in GizehKurz und zu Fuß
- Plateau-Eintritt
- Deutschsprachiger Guide
- Abholung vom Hotel als Zubuchung
- Pyramideninneres als Zubuchung
- Kostenlose Stornierung bis 24 Std. vorher
Unterkünfte in Gehweite oder wenigen Minuten Fahrt
Mit AbholungHalbtagestour mit Abholung
- Plateau-Eintritt
- Deutschsprachiger Guide
- Abholung vom Hotel
- Mittagessen als Zubuchung
- Pyramideninneres
- Kostenlose Stornierung bis 24 Std. vorher
Unterkünfte im Zentrum von Kairo
MeistgebuchtGanzer Tag mit Museum
- Plateau-Eintritt
- Deutschsprachiger Guide
- Abholung vom Hotel
- Mittagessen
- Pyramideninneres
- Kostenlose Stornierung bis 24 Std. vorher
Wer weiter weg wohnt und die Fahrt nur einmal machen will
Gizeh steht nicht allein
Zur Einordnung in die weitere Umgebung gehört, dass Gizeh nicht allein steht.
Der Pyramidengürtel zieht sich über rund dreißig Kilometer am Wüstenrand entlang, von Abu Roasch im Norden bis Dahschur im Süden. Dazwischen liegen Gizeh, Sauijet el-Arjan, Abusir und Sakkara. Zusammen sind es weit über hundert Pyramiden in unterschiedlichem Erhaltungszustand.
Sakkara liegt rund zwanzig Kilometer südlich und ist mit der Stufenpyramide des Djoser der älteste Großbau dieser Reihe. Dahschur, noch weiter südlich, trägt die Knickpyramide und die Rote Pyramide, an denen sich der Übergang zur echten Pyramidenform ablesen lässt.
Der Unterschied zwischen diesen Orten ist größer, als die gemeinsame Bezeichnung vermuten lässt. Sakkara ist ein weitläufiges Gräberfeld mit vielen begehbaren Grabanlagen und deutlich weniger Betrieb. Dahschur ist noch ruhiger und wirkt an manchen Tagen fast verlassen, dafür kommt man dort an die Bauwerke deutlich näher heran. Gizeh ist von allen dreien das vollste und zugleich das eindrucksvollste, weil die Bauwerke die größten sind. Wer Zeit hat, sieht sie in dieser Reihenfolge: erst die Entwicklung in Dahschur und Sakkara, dann das Ergebnis in Gizeh.
Diese drei Orte an einem Tag zu verbinden ist üblich und funktioniert, weil sie auf derselben Achse liegen. Man fährt am Wüstenrand entlang und nicht durch die Stadt.
Ganz in der Nähe des Plateaus steht außerdem seit November 2025 das Große Ägyptische Museum. Es liegt wenige Autominuten entfernt und hat die Geografie des Besuchs verändert: Was früher eine Fahrt quer durch Kairo ins alte Museum am Tahrir-Platz bedeutete, ist heute ein kurzer Weg auf derselben Nilseite.
Damit ist Gizeh kein Halbtagesziel mehr, das man von Kairo aus ansteuert, sondern ein eigener Bereich mit mehreren Zielen nebeneinander.

Häufige Fragen
Wo liegt die Cheops-Pyramide?
Auf dem Gizeh-Plateau am Westrand des Großraums Kairo, in der Stadt Gizeh, auf der Westseite des Nils. Sie ist das nordöstlichste der drei großen Bauwerke.
Sind die Pyramiden in Kairo oder in Gizeh?
In Gizeh. Das ist eine eigene Stadt auf der anderen Nilseite, die baulich mit Kairo zusammengewachsen ist und mit ihm den Ballungsraum Groß-Kairo bildet.
Wie weit sind die Pyramiden vom Flughafen entfernt?
Rund 45 Kilometer quer durch die Stadt. Rechnen Sie mit einer bis zwei Stunden, je nach Tageszeit.
Kann man die Pyramiden vom Stadtgebiet aus sehen?
Ja, aus vielen Teilen des westlichen Stadtgebiets, von Dachterrassen und aus dem Anflug. Bei Dunst verschwinden sie allerdings vollständig.
Wie nah die Stadt wirklich ist
Wenn Sie sich eine Vorstellung von diesem Ort machen wollen, hilft ein Bild aus Europa.
Stellen Sie sich vor, am westlichen Stadtrand einer Millionenstadt endet die Bebauung an einer Geländekante, und direkt dahinter, sichtbar von den oberen Stockwerken, steht ein viereinhalbtausend Jahre altes Bauwerk von 140 Metern Höhe. Kein Museumsgelände auf der grünen Wiese, sondern eine Kante mitten im Alltag.
Genau so ist es hier. Menschen fahren zur Arbeit an diesem Ding vorbei. Kinder wachsen mit dem Blick darauf auf. Auf der einen Seite der Mauer wird gehupt und Brot verkauft, auf der anderen liegt die größte Nekropole des Alten Reiches.
Es gibt einen Moment, an dem das für fast jeden kippt. Meist passiert er nicht am Eingang, sondern kurz danach, wenn man an einer Ecke der Cheops-Pyramide steht und in beide Richtungen schauen kann: an der einen Seite die Stadt, an der anderen nichts als Sand bis zum Horizont. Der Ort erklärt sich dann von selbst, ohne dass jemand etwas dazu sagen müsste.
Diese Nähe wird oft als Enttäuschung beschrieben, und das ist verständlich, wenn man das Wüstenmotiv im Kopf hat. Man kann es auch andersherum sehen. Diese Bauwerke waren nie für die Einsamkeit gedacht. Sie standen am Rand einer Hauptstadt, in Sichtweite der Menschen, für die sie eine Aussage über Macht und Ordnung sein sollten.
In dieser Hinsicht ist die Lage heute näher am ursprünglichen Zustand als jedes menschenleere Foto.
Unterkünfte in Gehweite des Plateaus. Wer in Gizeh übernachtet, spart täglich ein bis zwei Stunden Fahrt durch die Stadt. Drei Häuser, die das abdecken:
Am SphinxGiza Pyramids View Inn
- Gutes Frühstück
- Flughafenshuttle
- Zwei Restaurants
- 24-Stunden-Rezeption
- Kostenloses WLAN
Wer den Sphinx aus dem Frühstücksstuhl sehen will
MeistbewertetGreat Pyramid Inn
- Fabelhaftes Frühstück
- Dachterrassen-Restaurant
- Bar
- Flughafenshuttle
- 24-Stunden-Rezeption
Die meisten, die im Viertel übernachten wollen
Garten & PoolMarriott Mena House
- Hervorragendes Frühstück
- Außenpool
- Spa und Wellnesscenter
- Drei Restaurants
- Fitnesscenter
Wer Platz, Garten und Pool statt Dachterrasse sucht
