Der Eintritt ist der kleinste Posten eines Tages in Gizeh. Das überrascht die meisten Reisenden, und es erklärt, warum Kostenschätzungen im Netz so weit auseinandergehen.
Der Eintritt auf das Gelände liegt bei ab 700 EGP. Der Innenraum der größten Pyramide kostet nach den kursierenden Angaben zwischen einem halben und dem Doppelten davon, ein Führer für den Tag ein Mehrfaches, und die Fahrt zum Tor steht in keiner Preisliste.
Der Rechner unten addiert die Posten, die eine Zahl haben. Darunter stehen die, die keine haben, woher die Beträge stammen und wie belastbar sie jeweils sind. Alle Zahlen tragen „ab“: Sie sind Untergrenzen, keine Zusagen, weil ägyptische Eintrittspreise unregelmäßig angehoben werden.
Ihre Tagessumme
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Beantworten Sie alle fünf Fragen, dann erscheint hier Ihre Summe.
Dazu diese Posten:
Der Geländeeintrittamtlich belegt
Ab 700 EGP für Erwachsene ohne Ermäßigung, ab 350 EGP mit gültigem Studierendenausweis. Diese beiden Zahlen stehen auf der Seite der Altertumsverwaltung und sind die belastbarsten des ganzen Rechners.
- Ägypterinnen und Ägypter zahlen einen eigenen, deutlich niedrigeren Satz.
- Bezahlbar an der Kasse und an den Automaten am Haupttor, beides auch mit Bankkarte.

Der Vorverkaufsweg für dieselbe Karte, wenn Sie am östlichen Tor ankommen wollen, wo es keine Kasse gibt. Preis in Euro und damit unabhängig vom Kurs am Schalter.
Ermäßigung: Ausweis mitnehmenIhre Wahl
Der ermäßigte Satz liegt bei ab 350 EGP, also rund der Hälfte. Die amtliche Preisliste kennt genau vier Kategorien: Erwachsene und Studierende, jeweils für Ägypter und für Ausländer.
Einen Kindertarif führt diese Liste nicht. Kursierende Angaben zu freiem Eintritt unter sechs Jahren sind unbelegt; fragen Sie an der Kasse.
Der Innenraum der Cheops-Pyramideumstritten
Der Rechner setzt ab 400 EGP an, also den niedrigsten kursierenden Wert. Ehrlicherweise gehört dazu: Es kursieren drei Größenordnungen nebeneinander, 400 bis 800, 1.000 und 1.500 EGP, und keine davon ließ sich amtlich belegen.
- Planen Sie sicherheitshalber mit dem oberen Ende, nicht mit dem Bodenwert.
- Das Tageskontingent ist klein und vormittags regelmäßig weg.
Das ist der einzige Posten dieses Rechners, bei dem die Unsicherheit größer ist als der Betrag selbst.
Chephren oder Mykerinosumstritten
Ab 130 EGP nach der günstigsten Quelle; eine andere nennt 280 EGP für Chephren und 200 für Mykerinos. In jedem Fall ein Bruchteil der größten Pyramide, bei sehr ähnlichem Erlebnis.
- Wer nur einmal in eine Pyramide hinein möchte, spart hier am meisten.
Das Museum kostet extraIhre Wahl
Der Rechner setzt ab 1.200 EGP an. Das Große Ägyptische Museum hat ein eigenes Ticket, unabhängig vom Plateau, mit nach Staatsangehörigkeit gestaffelten Tarifen und gebuchten Zeitfenstern.
In keinem Pass enthalten, und ein Kombiticket mit dem Plateau gibt es nicht.
Der amtliche Mindestsatz für Führungenamtlich belegt
Ab 1.800 EGP für den Ganztag und ab 1.100 EGP für den Halbtag, seit Oktober 2025. Festgesetzt vom Tourismusministerium gemeinsam mit der Berufsvertretung und der Kammer der Reiseunternehmen.
- Ganztag heißt acht Stunden, Halbtag vier zusammenhängende.
- Der Satz gilt für die Gruppe. Zu zweit ist eine Führung deshalb kaum teurer als allein.
Es ist ein Mindestsatz, kein Preis. Für Veranstalter, die ihn unterschreiten, sind Sanktionen vorgesehen.

Die gebuchte Alternative zum Führer vor Ort: Abholung am Hotel, Eintritt und deutschsprachige Führung in einem Preis, und Sie verhandeln nichts.
Ohne FührungIhre Wahl
Die Beschilderung am Gelände ist dünn. Wer ohne Führung geht, sollte vorher lesen, sonst ist der Unterschied zwischen den drei Bauwerken am Ende eine Frage der Größe.
Was der Rechner nicht kenntHinweis
Vier Posten haben keinen festen Preis und stehen deshalb in keiner Summe: die Fahrt zum Tor, der Kamelritt, die Trinkgelder und alles, was Sie vor Ort verhandeln.
- Fahrt: hängt an Verkehrsmittel und Tageszeit, nicht am Gelände.
- Kamel und Kutsche: reine Verhandlungssache, mit sehr großer Streuung.
- Trinkgelder: an den Waschräumen und bei Fotohilfen üblich, kleine Scheine mitnehmen.
Rechnen Sie diese vier großzügig obendrauf. Sie sind zusammen oft größer als der Eintritt.
Alle Beträge sind Mindestwerte. Gerechnet wird in ägyptischen Pfund, weil die amtlichen Preise so veröffentlicht werden; angezeigt wird zusätzlich der Eurobetrag zum Kurs von 59 Pfund für einen Euro, Stand 2. September 2026. Der Kurs bewegt sich, der Eurobetrag ist deshalb ein Anhaltspunkt und keine Zusage. Die Quelle jedes Betrags steht in der zugehörigen Karte.
Warum die Schätzungen im Netz so weit auseinandergehen
Wer nach den Kosten eines Tages in Gizeh sucht, findet Zahlen, die um das Fünffache auseinanderliegen. Dafür gibt es drei Gründe, und keiner davon ist Schlamperei.
Der erste ist die Währung. Die Preise stehen in ägyptischen Pfund und werden regelmäßig angehoben, unter anderem weil die Währung nachgibt. Eine Euroangabe aus einem zwei Jahre alten Artikel ist deshalb doppelt falsch: Der Betrag in Pfund ist gestiegen, und der Kurs hat sich verschoben. Der Rechner nennt beides, den Eurobetrag groß und den Pfundbetrag darunter, und dazu den Kurs samt Datum. So sehen Sie sofort, wie alt die Umrechnung ist, statt sie für eine Tatsache zu halten.
Der zweite ist der Zuschnitt. Manche Schätzungen meinen nur den Eintritt, andere den ganzen Tag mit Fahrer, Führung, Mittagessen und Trinkgeldern. Zwischen beiden liegt ein Vielfaches, und selten steht dabei, was gemeint ist.
Der dritte ist die Quellenlage bei den Zusatztickets. Für den Innenraum der größten Pyramide kursieren drei Größenordnungen nebeneinander, und keine ließ sich amtlich belegen. Das ist der Grund, warum dieser Rechner den Bodenwert setzt und die Spanne daneben nennt, statt eine Zahl zu behaupten.
Nachprüfen lässt sich das an zwei Stellen. Die amtliche Seite zum Gelände führt die aktuelle Preisliste, und die Preisliste des Tourismusministeriums als PDF zeigt die Struktur der Kategorien. Beide nennen den Geländeeintritt; keine von beiden nennt einen Preis für die Innenräume, und genau das ist die Lücke, in der die widersprüchlichen Angaben entstehen.
Ein vierter Grund kommt hinzu, der seltener genannt wird: Die Preise werden nicht jährlich zu einem festen Termin angehoben, sondern unregelmäßig. Zwischen zwei Anhebungen kann ein Artikel zwei Jahre lang richtig sein und danach von einem Tag auf den anderen falsch. Deshalb trägt hier jede Zahl ein „ab“ und ein Datum.

Welche Zahl wie belastbar ist
Der Rechner behandelt nicht alle Beträge gleich, und das sollte er auch nicht.
Zwei Zahlen sind gut belegt. Der Geländeeintritt von 700 EGP für Erwachsene und 350 EGP für Studierende steht auf der Seite der Altertumsverwaltung, dem amtlichen Informationsportal, das selbst keine Tickets verkauft, aber die Preisliste führt. Dieselbe Liste kennt vier Kategorien, jeweils getrennt für Ägypter und Ausländer, und keine davon ist ein Kindertarif.
Eine dritte ist gut belegt, aber missverständlich: der Mindestsatz für zugelassene Fremdenführer, seit Oktober 2025 bei 1.800 EGP für den Ganztag und 1.100 EGP für den Halbtag. Er ist von zwei unabhängigen Berichten gedeckt, und er ist ein Mindestsatz für die Gruppe. Wer ihn als Preis pro Person liest, verrechnet sich um den Faktor der Gruppengröße.
Die Innenraumtickets sind der schwache Punkt. Für die größte Pyramide kursieren 400 bis 800, 1.000 und 1.500 EGP, für die beiden anderen 130 gegen 280 beziehungsweise 130 gegen 200. Keine dieser Angaben stammt aus einer amtlichen Quelle, alle aus Reiseportalen. Der Rechner setzt den Bodenwert und sagt in derselben Karte, wie weit die Spanne reicht.
Und das Museumsticket liegt dazwischen: Es ist nach Staatsangehörigkeit gestaffelt und wird regelmäßig angepasst, weshalb hier ebenfalls ein Mindestwert steht und keine Behauptung.
Daraus folgt eine Faustregel für das eigene Budget, die der Rechner nicht ausgeben kann. Nehmen Sie die Summe, die er nennt, und rechnen Sie bei den Innenräumen mit dem Dreifachen des angesetzten Bodenwerts. Dann liegen Sie auch dann richtig, wenn die höchste der kursierenden Angaben stimmt, und Sie stehen nicht am Schalter mit zu wenig Bargeld. Bei allen anderen Posten reicht der genannte Wert.
Ein Wort zum Sinn der Übung. Diese Beträge sind, gemessen an einem Flug nach Ägypten, klein. Sie entscheiden nichts. Wichtig sind sie aus einem anderen Grund: Wer weiß, dass der Innenraum ein Vielfaches des Eintritts kostet und dass er vormittags ausverkauft sein kann, trifft die Entscheidung vorher und nicht in der Warteschlange. Der Rechner soll den Tag planbar machen, nicht billig.

Halbtag mit Eintritt, Führung und Abholung
Die Rechnung von der anderen Seite: ein Preis in Euro statt fünf Posten in Pfund. Deutschsprachige Führung, Plateau-Eintritt und Abholung enthalten, vier Stunden. Wer nicht verhandeln und nicht umrechnen will, kauft hier die Planungssicherheit mit.
Wo sich am meisten sparen lässt, und wo nicht
Drei Stellen entscheiden über die Summe, und sie sind nicht die, an denen die meisten ansetzen.
Die erste ist die Wahl des Innenraums. Zwischen der größten Pyramide und einer der beiden anderen liegt nach den kursierenden Angaben ein Faktor von drei bis zehn, bei einem Erlebnis, das sich für die meisten Besucher kaum unterscheidet: ein enger, ansteigender Gang und eine leere Kammer. Wer einmal hineingehen möchte und nicht auf den Namen besteht, spart hier mehr als an allem anderen zusammen.
Die zweite ist die Gruppengröße bei der Führung. Der amtliche Satz gilt für die Gruppe. Zu zweit kostet eine Führung damit pro Kopf die Hälfte, zu viert ein Viertel, und ab drei Personen ist der eigene Führer oft günstiger als drei Plätze in einer gebuchten Tour.
Die dritte ist der Studierendenausweis, sofern Sie einen haben. Er halbiert den Geländeeintritt, und die amtliche Liste führt ihn ausdrücklich als eigene Kategorie.
Wo sich dagegen nicht sparen lässt: am Museum, das einen eigenen, gestaffelten Tarif hat, und an den Trinkgeldern, die keine Gebühr sind und trotzdem erwartet werden. Und am Eintritt selbst ohnehin nicht, weil er der kleinste Posten ist. Wer dort spart, spart am falschen Ende: Der Unterschied zwischen vollem und ermäßigtem Geländeticket ist kleiner als ein einziges Trinkgeld am Ende eines schlecht verhandelten Kamelritts.
Die Posten ohne Preisschild
Vier Ausgaben tauchen in keiner Summe auf, weil sie keinen festgesetzten Betrag haben. Zusammen sind sie oft größer als der Eintritt.
Die Fahrt zum Tor ist die erste. Sie hängt am Verkehrsmittel, an der Tageszeit und an der Entfernung, nicht am Gelände, und sie reicht vom Bruchteil eines Tickets bis zu einem Mehrfachen. Sie gehört auf eine eigene Seite, nicht in diese Summe.
Der Kamelritt ist die zweite und die berüchtigtste. Es gibt keinen ausgeschilderten Preis, die Streuung ist enorm, und der Betrag wird vor dem Aufsitzen ausgehandelt oder gar nicht. Wer ihn hinterher aushandelt, zahlt ein Vielfaches.
Trinkgelder sind die dritte. An den Waschräumen sitzt eine Aufsicht, beim Fotografieren wird geholfen, ob man will oder nicht, und beides läuft über kleine Scheine. Es sind keine ausgeschilderten Gebühren, sondern Trinkgeld, und kursierende Angaben dazu gehen um ein Vielfaches auseinander.
Die vierte ist das, was Sie vor Ort spontan mitnehmen: Getränke, ein Andenken, ein Foto mit Kamel im Hintergrund. Auch dafür gibt es keine Zahl, und wer bar zahlt, behält den Überblick besser als mit Karte.
Ein fünfter Posten fällt nur bei Gruppen an und wird regelmäßig übersehen: das Fahrzeug. Die amtliche Seite führt weiterhin eigene Tickets für Pkw, Kleinbus und Bus, obwohl private Fahrzeuge seit dem Umbau nicht mehr auf das Gelände dürfen. Ob sich das auf die Zufahrt bis zum Tor bezieht oder ob die Seite schlicht nicht nachgeführt ist, war nicht zu klären. Rechnen Sie damit, dass Ihr Fahrer draußen wartet und die Wartezeit im Fahrpreis steckt.
Der praktische Rat aus alldem ist unspektakulär: Nehmen Sie mehr Bargeld in kleinen Scheinen mit, als der Rechner oben ausgibt. Die Kasse und die Automaten am Haupttor nehmen Karten; fast nichts dahinter tut das.
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt zum Gizeh-Plateau?
Ab 700 EGP für Erwachsene und ab 350 EGP mit gültigem Studierendenausweis, nach der Preisliste der Altertumsverwaltung. Ägypterinnen und Ägypter zahlen einen eigenen, deutlich niedrigeren Satz.
Was kostet der Innenraum der Cheops-Pyramide?
Das lässt sich nicht seriös mit einer Zahl beantworten. Es kursieren 400 bis 800, 1.000 und 1.500 EGP nebeneinander, und keine Angabe stammt aus einer amtlichen Quelle. Planen Sie mit dem oberen Ende.
Was kostet ein Führer?
Ab 1.800 EGP am Ganztag und ab 1.100 EGP am Halbtag, seit Oktober 2025 als amtlicher Mindestsatz. Er gilt für die Gruppe, nicht pro Person, und nach oben ist er offen.
Warum stehen zwei Währungen da?
Weil beide gebraucht werden. Der Eurobetrag sagt Ihnen, ob das viel ist; der Pfundbetrag ist das, was Sie am Schalter hinlegen. Gerechnet wird in Pfund, weil die amtlichen Preise so veröffentlicht werden.
Kann ich am Gelände mit Karte zahlen?
An der Kasse und an den Automaten am Haupttor ja. Alles dahinter, von der Grabkarte bis zum Trinkgeld, läuft in bar und in kleinen Scheinen.
Gibt es einen Kindertarif?
Die amtliche Preisliste kennt keinen. Sie führt vier Kategorien, Erwachsene und Studierende, jeweils für Ägypter und Ausländer. Angaben zu freiem Eintritt unter sechs Jahren sind unbelegt.
